Monthly Archive for März, 2008

TED: Dave Eggers – Once Upon a School

Ich nutze die freien Tage weiterhin und zieh mir ganz viel Kram rein. Unter anderem noch einen der TED Prize Winners (James Nachtwey war auch einer).

Dave Eggers hat in San Francisco eine Art Third Place für Schulkinder aufgebaut, in dem die Kids eine 1 zu 1 Betreuung bekommen und hier ihre Hausaufgaben in Ruhe und mit der nötigen Hilfe machen können. Das ganze ist in einem “Pirates Supply” Shop untergebracht, weil der Laden als Gewerbefläche, in der Verkauft werden muss, ausgeschrieben war. Der Vorteil daran ist, es ist kein “Lerninstitut” und labelt die Kids damit nicht.

The kids weren’t going to “The center of Kids that need more help”

Die Leute, die sich um die Kids kümmern sind alles Freiwillige, die vielleicht nur 2 h im Monat dafür aufbringen können aber das gerne machen. Da viele der Tutoren Schriftsteller sind haben sie angefangen Bücher mit den Kids zu schreiben. Damit haben viele der Kids zum ersten mal in ihrem Leben etwas geschaffen, sind in ein Buch gekommen, welches in allen Buchläden verkauft wird.

Ich find die Idee so genial und in meinen Augen hat er den TED Prize auf jeden Fall verdient. Eigentlich zeigt das ganze, wie einfach es ist, etwas zu ändern. Nur wenige Stunden im Monat damit verbringen, sich um Kids zu kümmern und ihnen damit eine neue Perspektive zu schenken. Dave sagt an einer Stelle:

The kids finishing there homework in a given day. Working one on one, getting all that attantion. There finishing there homework. There go home and there are finished. They don’t stall, they don’t do there homework in front of the tv. There are allowed to go home 5.30 enjoy there family. Enjoy other hobbys. Get outside. Play. And that makes a happy family. A happy family in the neighborhood is a happy community. A bunch of happy communities tied together is a happy city and a happy world, right. So the key to it all is homework.

und damit hat er wohl recht. Denn wie sonst, soll man Kids Hoffnung schenken? Ihnen zeigen, dass sie etwas können und dass sie wertvoll sind. Ausser man verbringt Zeit mit ihnen und schützt sie damit davor, in dieser Zeit Dinge zu tun, die ihr Leben zerstören könnten. Wissen wird hier zu etwas erstrebenswerten gemacht und Langeweile verdrängt.

Das Konzept wurde bereits in anderen Städten übernommen und hat dort ähnliche Erfolge. Der Talk ist auf jeden Fall sehenswert und auch sehr sehr lustig!

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TED: James Nachtwey about (war) photojournalism

Heute war ein Tag voller Informationen und Inspirationen. Gegen 19 Uhr hab ich dann KwerfeldeinTV eingeschaltet (Martin benutzt Mogulus wenigstens sinnvoll) und danach noch einige TED Talks angeschaut. Bei dem hier geht es auch um Photographie. Sehr bewegend.

photographers go to the extrem edges of human experience to show people what’s going on. sometimes they put there lifes on the line, because they believe your opinions and your influence matter. they aim there pictures at your best instincts: generosity, a sense of right and wrong, the ability and the willingness to identify with others the refusal to accept the unacceptable.

ist nur einer von vielen sehr interessanten Gedanken in diesem Talk:

Da Wordpress mir das TED Video immer zerstört hat, hab ich nach nem Plugin gesucht und bin fündig geworden: TED Talks for Wordpress Plugin

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re:publica 08

Die kritische Masse ist dieses Jahr das Thema der re:publica. Für mich ist es in erster Linie ein weiterer Grund mal wieder nach Berlin zu kommen und meinen Bruder zu sehen. Außerdem treiben sich da ja auch noch viele andere nette Menschen rum und es ist dann meine erste Web Konferenz. Bin mal gespannt, wie der Unterschied zu einer Unkonferenz (Barcamps) ist.

Ich hoffe ja, dass es ein bisschen innovativer ist als die letzten Barcamps auf denen ich war. Habe das Gefühl, dass die Barcamps in letzter Zeit mehr so ein “ich fühl mich gut mit anderen geeks” Treffen sind. Dabei geht es dann mehr darum sich über die ganzen Tools und Webdienste, die man jeden Tag benutzt, auszutauschen anstelle zu überlegen, wohin es denn gehen kann. Beim letzten Barcamp in Hannover hat Gernot das hier getwittert: “Es bewegt sich leider immer mehr vom Think Tank zur VHS. Nicht dass das schlecht ist, aber wir brauchen den Think Tank auch.” via twitter. Genau diesen Eindruck habe ich auch. Seine nächsten Tweets machen noch mal klarer, worum es Ihm da genau geht:

@jkleske Sich auf wenige Barcamps/Events einigen, zu dem alle “Macher” kommen wollen, auch international.
@jkleske Und irgendwie den Spagat hinkriegen elitärer zu werden, ohne die Offenheit zu verlieren.
@mspielberger Ein Publikum zu haben in dem man niemandem erklären muss was Twitter ist, um diskutieren zu können was danach kommt.

Zwei Punkte finde ich hier besonders wichtig:

  • alle “Macher” kommen, also die Leute, die weiter denken wollen und sich mit anderen austauschen, wohin es gehen könnte
  • das setzt vorraus, dass die Anwesenden schon über den “Begeisterungs-Status” hinaus sind und man sie nicht erst vom “Nutzen” der Anwendung überzeugen muss

Ich hoffe, dass sich in diesem Bereich bald viel tun wird und wir kleine Denkschmieden (Think Tanks) in Deutschland entwickeln, die auch international anerkannt sind. Denn ich denke, dass wir hier in Deutschland genau dazu beitragen können. Warum?

Bei meinem Besuch übern Teich, habe ich fest gestellt, dass die Nordamerikaner Sachen einfach machen. Das führt zu viel Schrott, weil keiner wirklich weiter denkt. Natürlich entwickeln sich dann auch so tolle Sachen wie Twitter. Der Vorteil bei denen ist, dass man für alles ne Finanzierung bekommt, weil die Investoren meistens auch nicht weiter denken ;-) . Genau an diesem Punkt haben wir Deutsche einen kleinen Vorteil, wenn wir unser “Qualitätsbewusstsein” und das “Streben nach 100%iger Sicherheit”, nicht dazu benutzen Sachen tot zu reden/analysieren, sondern konstruktiv an Dingen und Ideen zu arbeiten.

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So sieht also das Internet der Zunkunft aus…

Habe gerade bei XING über ein Event in meiner Nähe, das Projekt “Virtuelle Welt” gefunden *g*

Hier gibt es nen tolles Flash Video, was das ganze erklärt. (Nen bisschen Buzzword Bingo gibt es am Ende dann auch noch).

Auf der Startseite ist noch nen fiktiver Zeitungsartikel. Was mich da ein bisschen wundert ist, dass die Idee das sich die Großen im Internet zusammen tun ja nicht neu ist aber hier einfach nur die positive Seite aufgezeigt wird. Denke eher das ganze wird so aussehen: EPIC und ich find das eher bedrohlich auch wenn es spannende Aspekte hat.

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