In den letzten Wochen ist mir noch einmal bewusst geworden, wie wichig es für mich ist, dass mir meine Arbeit Spaß macht. Wenn die Arbeit nicht gut läuft, kann ich auch nur schwer in meiner Freizeit abschalten. Laufen Projekte gut, bin ich zufrieden und kann in meiner Freizeit andere Dinge machen.
Johannes hat einen Post darüber geschrieben, was Arbeitnehmer sich von Ihrem Arbeitgeber außer ein tolles Gehalt wünschen. Dem kann ich mich 100%ig anschließen. Für mich ist außer Zeit und Wissen noch sehr wichtig, dass meine Arbeit wertgeschätzt wird und ich in ihr über meinen Grenzen hinauswachsen kann. Arbeit soll mich, positiv überfordern. Überfordern meint hier aber nicht, dass ich haufenweise schwachsinns Arbeiten erledigen muss sondern dass mir Aufgaben übertragen werden, die im ersten Moment über meine bisherigen Fähigkeiten hinaus gehen. So etwas motiviert mich dann und mit etwas Hilfe schaffe ich die Dinge und habe danach ein Erfolgserlebnis. Mehr dazu und andere interessante Dinge gibt es auf dem Blog der Setzwein GmbH.
Ich denke, wenn Unternehmen so mit ihren Mitarbeitern umgehen würden, hätten sie ganz schnell hochqualifiziertes Personal und müssten gar keine Angst mehr haben, dass ihnen die Mitarbeiter abwandern, denn wieso sollte ich meinen Arbeitsplatz wechseln, wenn es mir dort Spaß macht, ich etwas lerne und meine Arbeit einen Sinn macht. Wegen einem besseren Tagessatz? Nur, wenn ich genau weiß, dass dort die anderen Bedingungen noch besser sind!
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Das sehe ich ziemlich ähnlich!
Es muss nicht immer eine Google-Atmosphäre sein, es muss nicht immer alles mögliche für lau / inklusive geben (Fortbildungen, Semminare, Zertifizierung, …) sondern die Arbeit ist für mich meist das entscheidende Kriterium, wenn die Arbeit – wie du es sehr gut beschreibst – einen fördert und man jeden Tag über sein eigenes Limit hinaus wächst, dann ist es aus meiner Sicht ein guter Arbeitgeber.
Was mir oft auffällt ist, dass viele immer von der “Work-Live-Balance” reden und das viele Arbeitgeber hier noch eines machen müssen.
Ich finde, dass wenn die Arbeit einem Spass macht und man auch gefordert und gefördert wird, dann gibt es nicht mehr sowas wie ein Work-Live, sondern die Arbeit inspiriert so, dass man auch nach Feierabend noch weiter machen möchte.
Für mich hört sich “Work-Live-Balance” extrem negativ an und suggestiert immer, dass die Arbeit nur mittel zum Zweck ist und man eingentlich was anderes machen möchte, sich es jedoch nicht leisten kann.
Wenn der Punkt eingetreten ist, dann sollte man sich Gedanken über einen neuen Job machen. Vielleicht sogar in einer ganz anderen Sparte…
naja Work and Live sollen ja in einer Balance sein, also nichts soll überwiegen. Ich denke nicht, dass Arbeit mein Leben sein soll. Es ist viel mehr so, dass Arbeit eben einen Großteil des Lebens ausmacht und deshalb sollte Arbeit in einem guten Rahmen ablaufen, damit der Großteil meines Lebens nicht scheiße ist. Gleichzeitig ist es aber wichtig, dass ich Zeiten habe, in denen Arbeit absolut nicht wichtig ist und ich keinen Gedanken daran verschwende sondern andere Dinge mache. Das ist halt die Work-Live-Balance, die für mich sehr erstrebenswert ist. Das hat für mich erst mal nix damit zu tun, ob ich den richtigen Job habe, sondern ist generell.