DLD: Conversation on Communications aka. was die Telekom (nicht) macht

Gestern habe ich mir den DLD Talk “Conversation on Communications” mit Martin Varsavsky und René Obermann angeschaut.

Martin Varsavsky and René Obermann talking about the current situation and the future of global communication and digital network markets.

Ich muss sagen, dass ich ein bisschen erschüttert war, was ich da zu hören bekommen habe. Hier ein paar Gedanken, die mir wärend des Talks gekommen sind:

Tarife/Plans: In den USA gibt es einen 1.000 Minuten Vertrag + 5 myFaves umsonst Nummern + Weekendflat + Weeknightflat (von 21-6.59 Uhr) für umgerechnet 44 € ein annähernt vergleichbarer Vertrag in Deutschland mit 1.000 Minuten + Weekendflat ist der Relax 1.000 ohne Weeknightflat und ohne 5 myFaves Nummern für 60 €. Da ist es in meinen Augen kein Wunder, dass es hier nicht so viele Menschen gibt, die 1.000 Freiminuten haben. Gäbe es hier vergleichbare Verträge, würden die Menschen die auch kaufen. Das hat nix damit zu tun, dass wir hier in Deutschland noch nicht so weit sind und so was nicht nutzen würden…

Service: Ich find es ein bisschen witzig, dass Herr Obermann denkt, dass der Service in Deutschland besser ist. Gut ich muss zugeben, ich musste die T-Mobile Hotline noch nicht konsultieren aber alleine die Tatsache, dass ich in den USA immer eine toll-free Nummer anrufen kann ohne was zu bezahlen und in Deutschland erst mal meine richtige Nummer finden muss, die dann fast immer auch was kostet.

Verträge: Auch hier musste ich ein bisschen lachen. Herr Obermann erwähnt das viele Kleingeschriebene. Da muss man sich nur mal die Startseite von t-mobile.de und t-mobile.com anschauen und runter scrollen. Da sieht man gleich, was er meint. Ich mein das Liegt doch an der Firma und nicht an Deutschland oder irre ich mich da?

Worin ich Herrn Obermann aber zustimme ist die Wichtigkeit der Mobilität und genau deshalb finde ich, sollten die angesprochenen “all you can eat” Pakete sehr schnell kommen.

Hier der Talk:

Schade finde ich, dass es auf Die neue Telekom so ruhig geworden ist und seit 2 Monaten nichts neuen zu lesen ist (dass es keine Kommentarfunktion und keinen RSS Feed gibt, lasse ich mal dahin gestellt). Es scheint wohl, dass die Wirtschaftskrise hier doch mehr Spuren hinter lassen hat, als im letzten Post “Impuls in der Krise” vom 20.11.2008, zu lesen ist. Sind Einsparmaßnahmen der Grund für die Auflösung des Teams, welches hinter der Seite steckt? Oder gibt es kein Interesse mehr an der Kommunikation mit dem Kunden?

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2 Responses to “DLD: Conversation on Communications aka. was die Telekom (nicht) macht”


  • Man sollte dabei aber bedenken, dass das Netz in USA total schlecht ist und man häufig auf Regionen ohne Empfang trifft (was bei der Größe der USA ja auch kein Wunder ist). Außerdem gibt es z.B. bei AT&T sehr viele sog. ‘dropped calls’, da das Funknetz auf Grund der Übernahme eines kleineren Anbieters vor einiger Zeit aus zwei verschiedenen Arten von Funktürmen besteht und das Gespräch nicht zwischen Turm Klasse A zu Klasse B mitgenommen werden kann.

    T-Mobile im Speziellen gehört in den USA zu den kleineren Anbietern; es beschränkt sich auf bestimmte Regionen, während es in anderen Teilen der USA so gut wie keine Abdeckung hat. So war es zumindest vor ein, zwei Jahren; Leute mit aktuellem Wissen dürfen mir gerne widersprechen. Generell ist Kommunikation aber in USA billiger als hier. Die Frage ist nur, ob man bereit ist etwas mehr zu zahlen und dafür ein gutes Netz hat. Ob T-Mobile Deutschland ein gutes Netz hat sei mal in den Raum gestellt; ich selbst darf zu Hause nur EDGE genießen, während die anderen 3 großen Anbieter mir hier alle HSDPA 3.6 mbit liefern würden.

  • Du hast natürlich recht, dass das Netz in Deutschland besser ist aber ich find es einfach so krass, dass man hier Dinge als super angeboten bekommt, die einfach ne Frechheit sind. Und dass es anders geht, sieht man finde ich schon in den USA…

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