Archive for the 'Universität' Category

Ein Gutscheinmodell – Regionalwährungen Teil I

Um die Idee einer Regionalwährung zu verdeutlichen und deren Möglichkeiten und Vorteile aufzuzeigen möchte ich ein praktisches Beispiel skizzieren. Dies ist nur ein Modell einer Regionalwährung und soll im Laufe der Zeit durch weitere ergänzt werden.
Als angehender Kulturwissenschaftler komme ich nicht umhin, ein Beispiel aus dem kulturellen Bereich zu wählen. Nehmen wir ein Theater, dieses ist in der Regel allen bekannt und genießt ein gewisses Vertrauen in der Bevölkerung. Theater haben aber das Problem, dass sie meist nicht voll ausgelastet sind und somit über ungenutzte Kapazitäten verfügen.
Nun könnte dieses Theater anfangen seine Mitarbeiter teilweise in Gutscheinen zu bezahlen. Diese Gutscheine sollen als Tauschmittel fungieren, um Dinge des täglichen Gebrauchs zu erwerben. Jede Akzeptanzstelle kann sich nun überlegen, ob sie die Gutscheine weiter tauscht oder sie im Theater gegen Vorstellungsplätze einlöst.

Das Modell hat in meinen Augen folgende Vorteile:

  1. Das Theater spart Geld, da es Gagen- und Lohnkosten senken kann.
  2. Da die Theater Auslastung so gut wie nie bei 100% liegt, werden ungenutzte Ressourcen nutzbar gemacht und dem Theater entstehen dadurch keine finanziellen Nachteile.
  3. Mehr Menschen kommen in den Genuss ins Theater zu gehen und können somit am kulturellen Leben teilhaben.
  4. Um in der Sprache des Kulturmarketing zu sprechen: Das Theater erhält mehr “mögliche Erstbesucher” die zu “Regelmäßigen Besuchern” werden können.

Das ganze funktioniert natürlich nur mit dem nötigen Vertrauen in die Institution und kann nur komplementär verwendet werden, d.h. ein Teil des Lohns muss in Euros ausgezahlt werden und nur ein relativ kleiner Teil in Gutscheinen. Der Anteil kann mit wachsendem Vertrauen in das System natürlich wachsen. Um so vertrauter die Bevölkerung mit alternativen Bezahlsystemen ist, umso einfacher wird es sein, ein solches System zu etablieren. Wichtig ist, dass die Einführung von der nötigen Pressearbeit begleitet wird, damit die Bevölkerung über den Vorgang aufgeklärt wird.
Diese Idee funktioniert auch für viele andere Einrichtungen wie Kinos oder Supermärkte, um nur zwei zu nennen. Theoretisch können unbegrenzt viele solcher Systeme neben einander existieren und funktionieren und sollten in der Regel zu Neukunden führen.

Für Ideen oder Bedenken gegenüber diesem Ansatz nutzt doch bitte die Kommentare.

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Max Frisch: Am Ende der Aufklärung steht das goldene Kalb

Nicht gerade ein erheiterndes Fazit, welches Max Frisch in seiner Rede an den 8. Solothurner Literaturtagen und zu seinem 75. Geburtstag da zieht. Aber was will man ihm vorwerfen, recht hat er!

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Der Bildungsauftrag der Universität

Dieses Essay habe ich im letzten Semester geschrieben und wollte es jetzt hier posten. Vielleicht hat ja der ein oder andere ein paar interessante Gedanken dazu.

Ja, Zeit ist heute ein Luxusartikel
Sie zu sparen bedarf es vieler nutzloser Mittel

Ja, Zeit ist Geld und Geld ist Zeit
Beides ist heut eher ne Seltenheit
(Dendemann, „Kommt Zeit Dreht Rad“ in „Die Pfütze des Eisbergs“, 2006)

Diese vier Zeilen aus dem Text des Rappers Dendemann, beschreiben in meinen Augen sehr treffen, mit welchen Problematiken wir es zu tun haben, wenn wir über den Bildungsauftrag der Universität sprechen.

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