Ein paar kritische Gedanken zum Interent… spiegelt auch meine aktuellen Beobachtungen wieder.
Dieses Essay habe ich im letzten Semester geschrieben und wollte es jetzt hier posten. Vielleicht hat ja der ein oder andere ein paar interessante Gedanken dazu.
Ja, Zeit ist heute ein Luxusartikel
Sie zu sparen bedarf es vieler nutzloser Mittel
…
Ja, Zeit ist Geld und Geld ist Zeit
Beides ist heut eher ne Seltenheit
(Dendemann, „Kommt Zeit Dreht Rad“ in „Die Pfütze des Eisbergs“, 2006)
Diese vier Zeilen aus dem Text des Rappers Dendemann, beschreiben in meinen Augen sehr treffen, mit welchen Problematiken wir es zu tun haben, wenn wir über den Bildungsauftrag der Universität sprechen.

Nachdem die Werke vom 11.12.08-14.12.08 in Berlin im hatch Stickermuseum zu sehen waren, sind sie nun auch in Hamburg angekommen und stehen zur Betrachtung sowie zum Verkauf bereit. Wie in Berlin geht ein Teil der Einnahmen an SKATEISTAN und unterstützt damit eine Skateboardschule in Afganistan.

Das ganze findet in der mono gallery stadt, also gleich inner Schanze und damit nur einen Katzensprung von zu Hause. Ich werd mir das auf jeden Fall mal anschauen.
Vernissage 14. Mai, ab 19 h
Ausstellung 15. Mai – 28. Mai 2009
Öffnungszeiten mono.gallery Mo-Fr 11:30 -19:30 h, Sa 11:00 – 18:30 h
Location: mono gallery. Rosenhofstraße // Schanze // Hamburg
Mehr Infos: http://www.myspace.com/oversizedandunder…

Folgende Künstler haben ihren Teil dazu beigetragen:
PISA73 / EVOL / BLEND / ENUFF / 44 FLAVORS / BOXI / DEE ONE / CZARNOBYL / ELIOT / DANNY GRETSCHER/ MAJO BROTHERS / PABO / MIZ / DISTURBANITY / FELIX GEPHART / DIGITAL INK / DSCREET / JOSIE ONE / BASE23 D/CIDE / CHIN CHIN / SHAF / FUME & MAUZ / FLYING FORTRESS / CIAH CIAH / ICON73 / TIKA / DER HERR & SEIN KNECHT / GINO FUCHS / JOHAN POTMA / MATEO / AUTO64 / MIM / NESTDAFOE / CCCREW / HAEVI / ALIAS / DAUERFEUER (VASHCO & WÖRN) / RABBIT EYE MOVEMENT / EMESS / ROMERO / M!M / TIM ROBOT / BIMER / XHOCH4 / LES PETITES / ARRRGH / KLUB7 / FUNK / VARIOUS / SHERON / MORK / MOAR (RHB) / AMIR / SAM & THE FLASH BOYS / MEXICAN WAITRESS / BONE / PAPA / GAME / EL BOCHO / BELL / MYMO
In einem Interview von Markus Albers spricht Johannes Kleske über die Zukunft der Arbeit und des Lebens unter dem Einfluss der Finanzkrise. Hier ist das Kommentar was ich auf Markus Blog hinterlassen habe:
Ich bin mir unsicher, ob die aktuelle Krise wirklich dazu führt, dass mehr Leute das tun können, was sie wollen. In meinen zwei Wochen NYC habe ich eher den Eindruck gewonnen, dass mehr Menschen nach irgendeinem Job suchen um überhaupt leben zu können und dass von all diesen Kreativen so gut wie niemand wirklich in der Lage ist seinen Träumen nach zu gehen. Wie Matthias schon angesprochen hat, ist das Grundeinkommen hier auf jeden Fall eine Option die man endlich ernsthaft diskutieren sollte, die aber eben gleichzeitig dazu führt, dass gewisse “Eliten” ihren Status verlieren werden und genau diese “Eliten” werden nicht kampflos beigeben.
Vom Digitaler-Nomade-Daseins halte ich mittlerweile auch nicht mehr so viel wie vielleicht noch vor 2 Jahren. Problematisch finde ich hier, dass dadurch zusehends soziale Kontakte verloren gehen. Denn nur weil das persönliche Netzwerk wächst, heißt es ja nicht, dass man langsam gewachsene, tiefe Beziehungen zu anderen Menschen hat. Dieses mal hier mal dort sein, steht dem „Grow slow, grow strong“, was sowohl im Business als auch im Sozialen stimmt, gegenüber. Ich glaube, dass genau dieses Bedürfnis nach festen sozialen Kontakten uns in Jobs hält, die uns nicht glücklich machen.
Für mich besteht das Problem viel mehr im Fehlen von Orten und Strukturen die uns Geborgenheit/Sicherheit geben. Hiermit ist keine finanzielle Sicherheit gemeint sondern eine, die uns erlaubt uns zu entfalten und Dinge auszuprobieren und Fehler machen zu dürfen. Diese Orte geben uns nämlich das nötige Selbstvertrauen solche Virtuosen zu werden, die dann auch irgendwie Käufer für ihre Produkte finden. Denn wäre es so, dass jeder ein Lobo, Vaynerchuk oder Godin sein könnte, dann gäbe es einfach viel mehr solcher Geschichten.
Um ehrlich zu sein, könnte ich mir solch ein System auch gar nicht vorstellen. Ein System in dem jeder Erfolg haben kann und alle den Erfolg von allen anstreben. Sicher wäre das erstrebenswert aber es spricht einfach gegen jede Idee des evolutionären Systems: Der stärkere setzt sich durch. Gerade in dieser Zeit in der die schon wieder in Vergessenheit geratene Klimakrise uns alle bedroht sollten wir umdenken. Im Prinzip müsste genau diese Idee von einer neuen Idee des “gemeinsam setzten wir uns als Menschheit durch” abgelöst werden. Nicht mehr Geld und Einfluss machen uns stark, sondern unsere hoffentlich vorhandene Fähigkeit zum sozialen Zusammenhalt. Denn was bringt uns Einfluss und Geld, wenn die Erde oder zumindest unsere Spezies “stirbt”.
Ob die Krise dazu führt möchte ich schwer bezweifeln.
Hier noch ein Pannel von der DLD:
Mir gefällt die Menschenbezogenheit. Dass es um gute Lehrer geht und das Technik diese unterstützen sollte. Die Position von Alexander Olek hebt sich in meinen Augen dann doch sehr von den anderen ab. Ich hatte das Gefühl, dass es irgendwie auch eine sehr deutsche, überlegte Position ist. Genau das gefällt mir daran. Das Bewusstsein, dass Bildung etwas sehr sehr wertvolles ist.
Begeistert haben mich die Kommentare und Fragen aus dem Publikum. Zum Beispiel die Frage, wie wir Menschen Werte vermitteln, die sie in dieser, sich so schnell ändernden, Welt überleben lassen. Es geht einfach nicht nur um Wissen sondern um Wertesysteme auf die wir unsere Entescheidungen stützen können. Dadurch können Menschen befähigt werden ihr Leben zu leben. Für die Uni musste ich ein Essay zum Thema “Der Bildungsauftrag der Universität” schreiben und ich hoffe, dass ich das hier veröffentlichen kann.
Zum Abschluss noch ein Gedanke, der mir so noch gar nicht gekommen ist. Im Talk kommt irgendwann die Frage auf, wieso Bildung so langsam ist. Die Antwort darauf: weil sie Verantwortung hat und am Ende eine dumme Generation entstehen könnte. Das ist denke ich richtig. Wir sollten neue Methoden und Wege im Bereich Bildung finden aber diese vorsichtig anwenden, denn die Folgen könnten verheerend sein.
Sehr schönes Stop Motion Video, schaut euch auch die anderen Videos von Carlos Lascano an.
A SHORT LOVE STORY IN STOP MOTION from Carlos Lascano on Vimeo.
Hier noch ein wirklich aufwändiges Stop Motion Video von Oren Lavie, Yuval & Merav Nathan und Fotos von Eyal Landesman:
mein Tweet: “funktioniert wissenschaft eigentlich noch im zeitalter des internets?”
Wenn die Wissenschaft einem “Willen zur Wahrheit” folgt und das Internet eine Art Demokratisierung des Wissens darstellt, löst es doch in gewisser Weise die Wissenschaft ab. D.h. Wissenschaft wie wir sie noch kennen verschwindet.
Vielleicht sollte ich meine Frage umformulieren und nicht fragen, ob Wissenschaft noch funktioniert sondern mehr, wie das Internet Wissenschaft auf alle verteilt. Ist damit Wikipedia sozusagen unser Diskurs was als Wissen besteht und wird deshalb eine Art Ist-Wissen erschaffen? Ist-Wissen gegenüber Theorien, die einzelne Personen aufgestellt haben und auf die man sich bezieht (bei Wikipedia sind die Referenz auf Personen nicht mehr so präsent, da es so viele Autoren gibt).
Gestern habe ich mir den DLD Talk “Conversation on Communications” mit Martin Varsavsky und René Obermann angeschaut.
Martin Varsavsky and René Obermann talking about the current situation and the future of global communication and digital network markets.
Ich muss sagen, dass ich ein bisschen erschüttert war, was ich da zu hören bekommen habe. Hier ein paar Gedanken, die mir wärend des Talks gekommen sind:
Tarife/Plans: In den USA gibt es einen 1.000 Minuten Vertrag + 5 myFaves umsonst Nummern + Weekendflat + Weeknightflat (von 21-6.59 Uhr) für umgerechnet 44 € ein annähernt vergleichbarer Vertrag in Deutschland mit 1.000 Minuten + Weekendflat ist der Relax 1.000 ohne Weeknightflat und ohne 5 myFaves Nummern für 60 €. Da ist es in meinen Augen kein Wunder, dass es hier nicht so viele Menschen gibt, die 1.000 Freiminuten haben. Gäbe es hier vergleichbare Verträge, würden die Menschen die auch kaufen. Das hat nix damit zu tun, dass wir hier in Deutschland noch nicht so weit sind und so was nicht nutzen würden…
Service: Ich find es ein bisschen witzig, dass Herr Obermann denkt, dass der Service in Deutschland besser ist. Gut ich muss zugeben, ich musste die T-Mobile Hotline noch nicht konsultieren aber alleine die Tatsache, dass ich in den USA immer eine toll-free Nummer anrufen kann ohne was zu bezahlen und in Deutschland erst mal meine richtige Nummer finden muss, die dann fast immer auch was kostet.
Verträge: Auch hier musste ich ein bisschen lachen. Herr Obermann erwähnt das viele Kleingeschriebene. Da muss man sich nur mal die Startseite von t-mobile.de und t-mobile.com anschauen und runter scrollen. Da sieht man gleich, was er meint. Ich mein das Liegt doch an der Firma und nicht an Deutschland oder irre ich mich da?
Worin ich Herrn Obermann aber zustimme ist die Wichtigkeit der Mobilität und genau deshalb finde ich, sollten die angesprochenen “all you can eat” Pakete sehr schnell kommen.
Hier der Talk:
Schade finde ich, dass es auf Die neue Telekom so ruhig geworden ist und seit 2 Monaten nichts neuen zu lesen ist (dass es keine Kommentarfunktion und keinen RSS Feed gibt, lasse ich mal dahin gestellt). Es scheint wohl, dass die Wirtschaftskrise hier doch mehr Spuren hinter lassen hat, als im letzten Post “Impuls in der Krise” vom 20.11.2008, zu lesen ist. Sind Einsparmaßnahmen der Grund für die Auflösung des Teams, welches hinter der Seite steckt? Oder gibt es kein Interesse mehr an der Kommunikation mit dem Kunden?
Hier, hier und hier hab ich ja schon über OmniFocus geschrieben.
Seit ich mein iPhone habe, hat sich meine Arbeitsweise mit OmniFocus aber sehr verändert. Das iPhone und die OmniFocus App dazu, hat dem ganzen das hinzugefügt, was ihm sonst die ganze Zeit gefehlt hat. Das System ist nun immer bei mir und ich bin jeder Zeit in der Lage, meine Tasks abzufragen und neue hin zu zu fügen. Der Sync ist zwar ein bisschen langsam aber funktioniert ansonsten einwand frei.
Ich habe davor niemals mit Due Dates gearbeitet und mehr geschaut, was ich jetzt gerade machen könnte. Seit dem iPhone arbeite ich fast nur noch mit Due Dates und lass mir immer die Liste der “Bald fällig” oder “Überfällig”en Tasks anzeigen. So bin ich immer auf dem Laufenden, was es zu tun gibt und kann jeder Zeit schauen, was ich jetzt in diesem Moment gerade erledigen kann.

Das System mit den Wochentagen aus meinem Taskpaper vs OmniFocus Post habe ich so in OmniFocus übernommen und noch ein paar weitere Ordner mit Projekten für Privat, Projekte, Uni usw. angelegt. Mit diesem System komme ich mitlerweile echt super zu recht, da ich immer die Woche im Blick habe und die Aufgaben auf die Tage verteilen kann.
Auch wenn die Kombi nicht ganz so günstig ist, würde ich für mich sagen, dass sich jeder Cent gelohnt hat. Nun vertraue ich dem System wirklich und das sorgt dafür, dass ich einen klaren Kopf behalte. Könnte gerade wohl nicht mehr ohne.
Hier die beiden Links: OmniFocus + iPhone App
Da ich in letzter Zeit des Öfteren gefragt wurde, wie die iPhone o2 Geschichte nun ausgegangen ist, gibt es hier ne kurze Antwort.
Ich habe einen neuen Vertrag, bei T-Mobile OHNE meine alte o2 Nummer. Meinen noch laufenden Vertrag habe ich für 50 € auf den kleinsten Vertrag downgraden lassen, damit die Kosten minimal gehalten werden. Die Tatsache, dass ich meine alte Nummer, die ich seit ich ein Handy mein eigen nennen darf, aufgeben musste, war mehr im Vorfeld schlimm. Jetzt interessiert es mich eigentlich schon nicht mehr. Hatte erst eine Rufumleitung drauf aber ansonsten kann man ja auch über diverse Portale, eMail usw. mit mir in Verbindung tretten und meine neue Nummer herausfinden.
Fazit: neue Nummer, neues Handy und ich bin sehr glücklich damit!


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