Improvisation

Die Oktoberausgabe der “brand eins” trägt den Titel: “Wir rechnen mit allem. – Die Kunst der Improvisation”.

Mir war bis her gar nicht bewusst, wie negativ das Wort Improvisation, in Deutschland, belegt ist. Anscheinend wiederspricht es jedem deutschen Planungsgeist, zu sagen, man habe bei diesem oder jenem Projekt ein bisschen improvisiert. Das ganze scheint aber sehr wohl eine verbreitete Praxis zu sein, nur will es niemand zu geben. Wer nicht gut planen kann, der scheint wohl kein guter (Projekt-)Manager zu sein und das wollen wir doch eigentlich alle werden ;-)

Eine Inhaltlich ähnliche Aussage hört man auch immer, wenn man großen Unternehmen das Thema Agile näher bringen möchte. Da heißt es dann auch, man brauch einen Plan, ein Konzept, irgendwas woran man sich halten kann. In meinen Augen hat Agile sehr viel mit dem Improvisationsvermögen zu tun. Es scheint eine Art System für Improvisation zu sein, da wir wohl ganz ohne Systeme, auf die wir uns berufen, nicht leben können. Über die kurzen Feedbackschleifen, muss man jedes mal neu eine Entscheidung treffen. Dabei geht es aber nicht darum, einen schnellen, unüberlegten Entschluss zu fassen sondern jedes mal wird das ganze Projekt angeschaut und auf Grundlage des bisherigen Feedbacks, die beste, mögliche Entscheidung getroffen. Das dies nicht immer einfach ist kann man überall hören. Ob Agile oder Improvisation man muss sich und allen anderen viel Vertrauen entgegen bringen. Hier denke ich ist es aber besser das von vornherein zu zu lassen und so zu komunizieren. Am Ende, wenn es eng wird, führt es doch meistens zu wildem Improvisieren und alle haben ein schlechtes Gewissen, da es doch einen Plan gab, der zu erfüllen galt.
Kommt es im Anschluss eines Projektes dann zu einer Evaluierungs-Phase, was in den meisten Fällen nur in der Theorie aber niemals in der Praxis passiert, wird über die Schwächen des Konzepts oder des Projekt-Managements geredet. Viel mehr sollte man hier die Eigenkompetenz der Teilnehmer besprechen, fehlende Freiräume und Selbstverantwortung benennen und überlegen wie Improvisation und Agilität in die bestehenden Prozesse eingeführt werden kann. Meine Erfahrung ist, dass diese Punkte nämlich massgeblich zum Gelingen komplexer Projekte beitragen und das gesamte Projekt Klima verbessern. Wenn man nicht für jede Kleinigkeit zum Vorgesetzten laufen muss, um von ihm die Genehmigung für sein Handeln zu erfragen, spart man auf allen Seiten enorm Zeit. Der Vorgesetzte kann sich um weit aus wichtigeren Aufgaben kümmern, z.B. den Projektrahmen angenehm gestalten, den anderen Beteiligten den Rücken frei halten, Problemfelder aufdecken und Toxic-Handling betreiben. Man selber spart sich die ewigen Besprechungen, die Frustration wieder einmal nur über die Probleme geredet aber sie nicht aus der Welt geschafft zu haben.

Das dies auch in großen Unternehmen funktioniert zeigt die Ausgabe der “brand eins” sehr gut. Wer sich also für das Thema interessiert, sollte sich die noch aktuelle Ausgabe kaufen. Es gibt sogar einen Artikel über 37signals, der den Titel “Die Kraft des Mittelfingers” trägt. Alles nix neues, wenn man “Getting Real” gelesen hat aber trotzdem nett.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook

Bilder Gallery

Hab meine Bilder Gallery endlich wieder zum Laufen gebracht. Jetzt brauch ich nur noch neue Fotos.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook

TED: Ken Robinson – Do schools kill creativity?

Sehr interessanter Talk zum Thema Bildung. Der Gedanke, dass manche Menschen z.B. nur in Bewegung lernen können (und hier geht es ja nicht um das Tanzen) kam mir so noch nicht aber ich finde ihn sehr einleuchtend.

Ein weiterer Gedanke, den ich so noch nicht wirklich, gedacht habe ist die Idee, dass wir uns sehr auf unseren Kopf beschränken und unser Körper einfach das Mittel darstellt diesen zu befördern.

Ken Robinson ist dazu noch ein sehr witziger Mensch und bringt das Thema echt gut rüber.

Und das wo ich gerade angefangen habe zu Studieren.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook

denkfragment #4

Lieber mit Mac in die Hölle als mit Windows in den Himmel… braucht eh viel zu lange zum “Hochfahren”.

via: der.kontrast

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook

DIE ZEIT klaut Werbeslogan

Da komme ich heute am Hamburger Hauptbahnhof an und sehe ein dickes Plakat der “DIE ZEIT” für ihr neues Literaturmagazin “ZEIT LITERATUR”. Das Plakat stellt einen Cockerspaniel mit Sonnenbrille dar und der Slogan ist: “Nicht das, was Sie erwarten” (Pressemeldung) und ich denk mir so, moment den Spruch kennst du aber aus nem besseren Kontext. Dann fiel es mir wieder ein. Das Jüdischen Museums in Berlin hatte doch mal so eine Werbung. Vor zwei Jahren hab ich darüber sogar einen Post geschrieben. Das Jüdische Museum hatte damals wirklich geniale Bilder und ich finde deren Kampange noch immer sehr gut. Intern war DIE ZEIT wohl nicht kreativ genug sich einen neuen Spruch auszudenken und dann haben sie es noch nicht mal hinbekommen das Ding gut umzusetzen. Schade.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook

Das Studium

Nun ist es endlich so weit. Man hättes es nicht gedacht. Der kleine Manuel studiert.

Gegen alle Stimmen und Erwartungen studiere ich nicht etwa Informatik oder zumindest etwas mit Medien, nein die Angewandten Kulturwissenschaften haben das Rennen gemacht und es fühlt sich sehr gut an.

Ich bin nun Student der Angewandten Kulturwissenschaften – Bachelor of Arts (B.A) an der Leuphana Universität Lüneburg.

Was mich da erwartet: Ich habe keinen Plan aber wie gesagt, es fühlt sich sehr gut an.
Ich denke und hoffe mal, viele liebe Menschen, tolle Erfahrungen und einfach mal wieder was für den Kopf.

Es dreht sich endlich mal nicht mehr ums Projekte machen, Geld verdienen, die neuste Technologie zu evaluieren und sich darin Kompetenzen zu erarbeiten. Sich zu fragen, wie Unternehmen, Management und Menschen ticken, wie man erfolgreich etwas gründet und wie man seine 24h expandiert oder zumindest das Maximum aus ihnen herausholt. Man muss sich nicht mehr anhören: “Am besten wäre es, wenn es gestern schon fertig gewesen wäre!”. Jobs, die man in 1/4 der normalen Zeit mit doppelter Qualität zum halben Preis, erledigen soll.
Eigentlich geht es darum, für all das vorbereitet zu werden. Ob das so gelingt, kann ich noch nicht sagen.

Ich hoffe, dass es einfach darum geht zu lernen. Weiter Persönlichkeit zu entwickeln, allgemeine Kompetenzen zu erlernen oder die vorhandenen zu vertiefen.
Einige kompetente Menschen zu finden, die den eigenen Lebensweg formen dürfen.
Einige tolle Menschen zu finden, denen man ein paar Ideen auf den Weg geben darf.
Einige Menschen zu finden, mit denen man einfach chillen oder Spaß haben kann.
Herausgefordert zu werden, neues zu entdecken, über den Tellerrand zu schauen und ganz neuen Input zu bekommen. Sich theoretisch mit Problemstellungen zu befassen und nicht immer alles pragmatisch, realistisch anzugehen.

Nach 2 Jahren freue ich mich nun wirklich darauf zu studieren.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook

denkfragment #3

Die eigene Motivation, nimmt proportional zur Unterforderung ab!

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook

Ich suche eine WG

Nachdem ich nun schon ein paar Monate in Hamburg wohne, wird mir mein übergangs Zimmer gerade ein bisschen zu klein.
Die Wohnungssuche in Hamburg, ist aber nicht gerade die Einfachste und so dachte ich schreib ich doch hier einfach mal was rein. Vielleicht sucht ja einer meiner Leser/innn einen Nachmieter oder kennt jemanden, bei dem gerade ein Zimmer frei geworden ist.

Was ich mir so vorstelle:
2-4er WG
ca. 20 m2
in einem netten Stadtteil

Wenn also jemand etwas weiß, darf er sich gerne bei mir melden: manuel (at) funkensturm . de
Zur Belohnung gibt es ne Einladung zu einem Frühstück auf der Schanze.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook

“intelligente” Dienste

Was ich mich bei den ganzen Entwicklungen im Internet frage ist:

- Wenn Google seine Suche noch mehr personalisiert, ich meine Ergebnisse selber anpassen kann.
- Wenn mehr und mehr “intelligente” Dienste mir vorschlagen, was ich möchte (z.B. Amazon).
- Wenn Staaten anfangen das Internet zu zensieren.
- Wenn man sich daran gewöhnt.

Kann man dann überhaupt noch objektive Informationen bekommen (konnte man das jemals)?
Vertrauen wir diesen Diensten wirklich, dass sie für uns entscheiden können, was wichtig ist und was nicht?

Ich denke das problematischste an der Sache ist, dass wir nicht bewusst erwarten, dass es nicht das wirkliche Suchergebnis ist.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook

Will mich jemand kaufen?

Gerade hab ich das hier in meinen Google AdSense gesehen:

Und hier gibt es mich dann noch billiger…

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook